Taxifahrer protestieren gegen Uber

80 Minuten standen die Taxis am Basler Bahnhof SBB still. Mit einer Protestaktion haben rund 100 Basler TaxifahrerInnen gezeigt, dass sie nicht bereit sind, die illegale Konkurrenz durch Uber tatenlos hinzunehmen. Sie forderten die Politik auf, endlich Massnahmen zu beschliessen und durchsetzen, um die lokale Taxibranche zu schützen.

Mit dem Uber-Geschäftsmodell werden alle sozialen Schutzmechanismen ausgehebelt. Die Uber-FahrerInnen arbeiten als Scheinselbstständige ohne soziale Sicherheit und geregeltes Einkommen. Zudem stellt Uber eine Gefahr für die Öffentlichkeit dar. Denn obwohl im Transportgewerbe eigentlich Vorschrift, verlangt Uber kein Leumundszeugnis.

Auch sonst hält sich Uber nicht an die gesetzlichen Vorgaben: Berufsmässiger Personentransport ist ohne Fahrtenschreiber verboten. Es braucht u.a. eine eidgenössische Bewilligung. Die Tarife müssen fix und nach geltender Tarifordnung sein. Zudem müssen die Fahrzeuge mit einem für die Kunden sichtbaren Taxameter ausgerüstet sein. All dies erfüllt Uber nicht!

Damit schafft Uber auf illegale Weise ungleich lange Spiesse. Die Umsätze im herkömmlichen Taxibusiness brechen ein, die jetzt schon schlechten Löhne werden noch mehr gedrückt. Zürcher Taxifahrer, welche sich mit den Basler Kolleg/innen solidarisieren, berichten von Umsatzeinbussen von bis zu 40 Prozent.

In vielen Ländern und Städten ist Uber verboten oder laufen Verfahren. So hält sich Uber beispielsweise in seiner Europazentrale in Amsterdam nicht an die gesetzlichen Bestimmungen und führt das Geschäftsmodell trotz rechtskräftiger Verurteilung weiter. Auch in Genf und der Waadt wurde Uber mittels Taxigesetz verboten. Wir fordern, dass Basel umgehend nachzieht!